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Orgelimprovisationen Günther Fetz



Bestell-Information: EC 180
EAN 9 004409 001805
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Diese völlig unkonventionell konzipierte CD ist eine bemerkenswerte Einspielung. Selten begegnet man einer neueren Orgelmusik, die auf so packende, vitale und virtuose Weise fantasievolles ad hoc-Musizieren zum Hörerlebnis werden lässt. Die eher romantische Orgel wurde vom Tonmeister des ORF prächtig in Szene gesetzt.

1 ist eine bewegte, klanglich schwirrende Toccata als Einleitung. 2 – 4 sind in ihrer Tonsprache die progressivsten Stücke, sind aber aufgrund ihrer Vitalität und klanglichen Subtilität gut zu hören. 5 bringt eine Entspannung mit einer wunderschönen, apart harmonisierten Melodia. 6 ist ein wuchtiges Nachspiel, 7 ein farbiges Ostinatostück. Das Spiel mit Zungenregistern als Track 8 zeichnet sich durch melodische Schönheit im eher französisch-romantischen Stil aus. 9 präsentiert sich als rhythmisches Fest, vital und virtuos. 10 „O du lieber Augustin“ ist quasi als Zugabe gedacht, man lasse sich überraschen.

Werke
Toccata I
Intervallspiel und mehr
Septimenklänge und mehr
Klangflächen mit Strukturierungen
Melodia
Kirchenlied "Christ fuhr gen Himmel" in der Art eines Nachspiels
Ostinato
Spiel mit Zungenregistern
Toccata II
"O Du lieber Augustin"

Erste Rezensionen

Neu auf dem CD-Markt: Ein meisterlicher Orgel-Improvisator
Ganz schön mutig von einem Künstler, der ein (höchst erfolgreiches) Leben lang meist das nachspielte, was andere komponiert haben, nun in der Reife seiner Jahre eine CD ausschließlich mit Eigenschöpferischem zu veröffentlichen. Günther Fetz hat viele gute Gründe dafür. Unter anderem den, dass die Improvisation als Pflichtübung eines praktizierenden Organisten schon immer einen hohen Stellenwert bei ihm eingenommen hat, auch bei Zugaben nach Konzertprogrammen.

Nun aber ist Improvisation einmal nicht Beiwerk, sondern Hauptsache. Und da zeigt sich der Spezialist für Alte Musik von einer für viele neuen Seite. Vor allem in seiner überschäumenden Fantasie, mit der er spontan Musik erfindet, zehn Kleinodien, risikoreich aus der Laune des Moments heraus geboren. Klanglich oft verblüffend durch raffinierte Registerkombinationen an jenem Instrument, das ihm seit seiner Jugend künstlerische Heimat ist, der prächtigen Orgel von St. Ludwig in Lindau-Aeschach. Eine ideale Kombination also von Inspiration, Handwerk und Instrument.

Fetz lässt zwar seinen Eingebungen freien Lauf, doch ist ihm auch die Form wichtig, bei zwei virtuosen Toccaten und einem choralgebundenen Postludium über „Christ fuhr gen Himmel“. In seiner ureigensten Tonsprache ist er nicht zimperlich, Titel wie „Septimenklänge und mehr“ oder „Klangflächen mit Strukturierungen“ zeigen, wie sehr er die polytonale Farbigkeit, die schmerzlich sich aufbäumende Dissonanz liebt, um sie dann zur strahlenden Auflösung zu führen. Nach über 50 Tonträgern als Organist und Cembalist wohl die persönlichste Visitenkarte von Günther Fetz.

Fritz Jurmann - „Vorarlberger Nachrichten“, 20. Dezember 2007

Fetz präsentiert Orgelwerke auf CD
LINDAU (gla) - Seit drei Jahren ist der renommierte Cembalist und Organist Günther Fetz wieder an jenem Instru­ment in St. Ludwig in Aeschach zu hö­ren, an dem er früher über 20 Jahre lang wirkte. Wer ihn im Gottesdienst oder in Konzerten erlebt, weiß, wie Günther Fetz die alte Organistenkunst der Improvisation beherrscht - nun hat er zehn äußerst unterschiedliche Improvisationen auf CD festgehalten.

Spontan, aus dem Moment schöpfend soll die Improvisation eines Organisten sein, sie kann Erlebtes vertiefen oder neue Blickwinkel schaffen… Fetz weiß, wie er dem Instrument in St. Ludwig neue Farben und Klänge entlocken kann, lässt es großartig aufrauschen oder verhalten klagen, und türmt in der zentralen Improvisation über „Christ fuhr gen Himmel" Akkorde und aufsteigende Figuren zu einer gewaltigen Apotheose. Mit seinem über Jahrzehnte geschulten Gespür für Aufbau, Atem und Spannungsbogen einer Improvisation findet der 70-jährige Künstler stets neue Lösungen und lässt dabei dem Hörer und der Hörerin Raum für die eigene Phantasie. Manches wirkt experimentell avantgardistisch, anderes beleuchtet vertraute Formen oder Melo­dien neu oder lässt aus der Tiefe des Orgelkomplexes eine Choralmelodie auf­scheinen. Ursprünglich zur Erheiterung des Aufnahmeteams gedacht, bildet sogar der „Liebe Augustin" in der Symbiose von Bodensee-Heiterkeit und wienerischer Melancholie den augenzwinkernden Schlusspunkt. Die Königin der Instrumente spricht viele Sprachen, Günther Fetz weiß sie herauszulocken.

Schwäbische Zeitung 20.12.2007


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